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Neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger wurden feierlich willkommen geheißen

Rostock-Südstadt (HRPS) • Neue Staatsbürgerinnen und Staatsbürger wurden heute traditionell auf einer Festveranstaltung in der StadtHalle Rostock feierlich begrüßt.

„Rund 15 Prozent unserer Rostockerinnen und Rostocker haben Migration in ihrer Familiengeschichte. Dank vieler offenherziger Begegnungen in der Nachbarschaft, im Job, auf dem Schulhof oder im Sportverein bereichern sie unsere Stadtgesellschaft tagtäglich mit neuen kulturellen Perspektiven. Ihre Erzählungen und Traditionen sind ein beeindruckender Teil unserer Gesellschaft geworden“, unterstrich Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. „Lassen Sie uns respektvoll einander zuhören, neugierig voneinander lernen und gemeinsam erfahren, wie wohltuend eine vielfältige Gesellschaft sein kann“, so die OB.

Auch Rostocks Bürgerschaftspräsident Dr. Heinrich Prophet nahm an der Einbürgerungsfeier teil, zu der rund 200 Neubürgerinnen und Neubürger sowie Gäste aus Politik, Wissenschaft, Behörden und Institutionen erschienen waren. Neben Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger hielten auch die Vorsitzende des Rostocker Migrantenrates, Maria Lichtermann, sowie der Vizepräsident des Oberlandesgerichts Rostock, Stefan Wenzel, Grußworte.

„Die Einbürgerung ist ein wichtiger Schritt für Menschen, die unsere Stadt aktiv mitgestalten wollen. Als frischgebackene Staatsbürgerinnen und Staatsbürger eröffnen sich neue Möglichkeiten der Teilhabe und damit eine große Chance für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, unterstrich die Vorsitzende des Migrantenrates, Maria Lichtermann.

Vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 waren 355 Personen in Rostock in den deutschen Staatsverband eingebürgert worden. 508 Neuanträge wurden gestellt. Besonders viele Neuanträge kamen 2025 von Einbürgerungsbewerberinnen und -bewerbern aus Syrien. Insgesamt sind 54 Nationen unter den Bewerberinnen und Bewerbern vertreten, darunter Syrien (109 Personen), die Ukraine (28 Personen), der Iran (25 Personen) und Russland (20 Personen). Weitere Einbürgerungsantragstellerinnen und –steller kamen unter anderem aus Afghanistan, Honduras, Indien und Peru.

Sie alle waren unter anderem zur Arbeitsaufnahme, zum Studium oder zu Familienangehörigen in die Bundesrepublik Deutschland eingereist. Sehr viele Menschen mussten aus ihren Herkunftsländern flüchten und eine neue Heimat finden. Aufgrund der Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes im Jahr 2024 durften fast alle Personen ihre vorherige Staatsangehörigkeit behalten.

54 Neubundesbürgerinnen und – bürger wurden bereits in Deutschland geboren. 52 Familien konnten sich zur Einbürgerung entschließen. Der jüngste Einbürgerungsbewerber war zum Zeitpunkt der Einbürgerung zehn Monate alt, der älteste Einbürgerungsbewerber 83 Jahre jung. 167 weibliche und 185 männliche Personen wurden eingebürgert. 104 Personen waren unter 20 Jahren, 163 Personen zwischen 20 und 40 Jahre alt und 89 Personen waren über 40.

Ihre Berufs- und Ausbildungsbereiche sind vielfältig. So sind unter den Neubürgerinnen und Neubürgern beispielsweise Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Lehrerinnen und Lehrer, Professorinnen und Professoren, Musikerinnen und Musiker, Schauspielerinnen und Schauspieler, Künstlerinnen und Künstler, Sportlerinnen und Sportler, Verkäuferinnen und Verkäufer, Gastronominnen und Gastronomen, Einzelhändlerinnen und Einzelhändler, Chemikerinnen und Chemiker, Biologinnen und Biologen, Physikerinnen und Physiker sowie IT-Spezialistinnen und -Spezialisten vertreten.

Die Rostocker Einbürgerungsfeier findet auf Beschluss der Bürgerschaft seit 2012 jährlich statt.

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Lokales | Mi., 21.01.1970 - 12:45 Uhr | Seitenaufrufe: 11
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