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Backhaus besucht Tierheim Schlage bei Rostock – „Katzenelend beenden“

Rostock (MLUV) • Bei einem Besuch im Tierheim Schlage des Tierschutzvereins Rostock e. V. informierte sich Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, heute über den Stand des Projektes "Kastration von freilebenden Katzen in Mecklenburg-Vorpommern” des Landesverbandes MV des Deutschen Tierschutzbundes.

"Katzen haben kaum natürliche Feinde, dafür viele menschliche Freunde. Die Population vermehrt sich rasant, viele der Tiere landen am Ende im Tierheim oder streunen herrenlos durch die Straßen. Tierschutzvereine, Bürger und Ehrenamtliche leisten bereits beachtliche Arbeit, um die unkontrollierte Vermehrung von Katzen einzudämmen. Leider fehlt es hier noch immer an finanziellen und personellen Ressourcen", sagte der Minister. Für 2016 und 2017 stellt das Land dem Landesverband des Deutschen Tierschutzbundes je 20.000 Euro für Kastrationen von freilebenden Katzen zur Verfügung.

Auch wies der Minister darauf hin, dass jeder Katzenbesitzer dazu beitragen kann, dass weniger Katzen geboren oder krank werden, oder hungrig ohne ein Zuhause leben müssen, indem er sein Tier kastrieren lässt. "Nur so können wir langfristig der unerwünschten Vermehrung der freilebenden Katzen Herr werden und die Tierheime entlasten. Vor allem in Garten- und Ferienanlagen werden im Sommer Katzen gefüttert, die sich weiter vermehren. Im Winter aber werden diese Katzen dort ungeimpft, oft krank und hungernd sich selbst überlassen. Viele der Nachkommen werden bereits krank geboren und gehen elendig zugrunde", ergänzte er weiter.

Die im Dezember 2015 veröffentlichte Katzenschutzgebiets-Ermächtigungslandesverordnung M-V gebe den Landkreisen und kreisfreien Städten zudem die Möglichkeit, in betroffenen Gebieten auch gegenüber Katzenhaltern zwangsweise Maßnahme wie Kennzeichnungs-, Registrierungs- und Kastrationspflichten durchzusetzen, sofern durch freiwillige Maßnahmen absehbar keine Besserung der Situation erreicht wird, erklärte Dr. Backhaus.

Der Minister appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: "Wenn Sie Kenntnis von Gebieten haben, in denen besonders vielen freilaufende Katzen leben, nehmen Sie bitte Kontakt zu Ihrem zuständigen Veterinäramt oder dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern des Deutschen Tierschutzbundes auf!"

Quelle: HRO-News.de | Rubrik: Umwelt & Natur | Sa., 17.01.1970 - 23:05 Uhr | Seitenaufrufe: 113
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